→ Zeitmanagement und Work-Life-Balance im Zeitalter der Tempo-Gesellschaft
Führungskräfte, Freiberufler und Unternehmer berichten im Coaching immer öfter von “Zeitstress”. Es geht um das Gefühl, den Anforderungen des Tages nicht mehr gerecht werden zu können, von einem Termin zum nächsten hetzend, stets auf Achse und immer erreichbar. Hinzu kommt die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen: den Super-Auftrag.
Von moderner Technik erhoffen wir uns eine Besserung der Situation. Smartphones, Laptops, Tablet-PCs und immer schnellere Internetverbindungen sollen helfen, effizient zu sein und Zeit zu gewinnen. Doch das Gegenteil ist oft der Fall.
Dafür gibt es zahlreiche praktische Beispiele. Dank unserer ständigen Erreichbarkeit und der günstigen Tarife greifen wir heute viel häufiger und schneller zum Handy als früher zum Telefonapparat. Leider eben auch für Unwichtiges. Deshalb gehören Telefonate heute zu den häufigsten Zeitfressern. Ein anderes Beispiel: E-Mail-Verkehr. Wir brauchen heute einen Bruchteil der Zeit, die wir früher zur Erstellung eines Briefes benötigt haben, um eine E-Mail zu verfassen. Gleichzeitig verschicken wir jedoch ein Vielfaches an E-Mails. Damit multipliziert sich der Aufwand insgesamt – trotz schnellerer Technik.
Eine unüberschaubare Masse an Ratgebern, Vorträgen und Seminaren verspricht Hilfe. Doch die eigenen Aufgaben zu managen ist oft keine hinreichende Lösung. Einerseits verursacht die Beschäftigung mit Zeitmanagement zusätzliche Arbeit. Andererseits führt tatsächlich eingesparte Zeit oft nicht zu einer Verbesserung der Situation. Denn wir neigen dazu, die frei gewordene Zeit mit neuen Aufgaben zu füllen. Der Druck wird größer. Der Impuls, bei einem Zeitproblem immer schneller zu werden, kann schließlich zum Burn-out führen.
Die Techniken und Regeln im Zeitmanagement können helfen, wenn sie richtig eingesetzt werden und zur Person und zur Situation passen.
Oftmals liegen hinter Zeitproblemen jedoch auch tiefere Ursachen und Blockaden. Erst wenn diese erkannt und behoben sind, ist der Weg frei, um eine geänderte Arbeitsweise im Alltag gezielt zu verankern. Das AMPEL-Modell bietet eine strukturierte Vorgehensweise zur nachhaltigen Verbesserung des Zeitmanagements.
Eine wirkungsvolle Anti-Stress-Strategie kann durch folgende Bausteine unterstützt werden:
- Auszeiten - ein paar Tage raus (auf eine Berghütte, ans Meer oder einfach mal ins Kloster), ohne Technik und ohne den üblichen Alltag.
- Energiespender - Kleinigkeiten, die guttun: Musik bewusst hören, eine Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe genießen, Cabrio fahren oder vielleicht eine Kirche besuchen. Erstellen Sie Ihre persönliche Liste an Dingen, die Ihnen guttun und von denen Sie immer und überall irgendetwas umsetzen können.
- Nein sagen – Wenn Sie Nein sagen, dann tun Sie das ohne schlechtes Gewissen, ohne Rechtfertigungen und ohne relativierende Worte wie “eigentlich” oder “normalerweise”. Der beste Zeitplan kann nicht funktionieren, wenn andere ständig dazwischenfunken. Die schlechte Organisation anderer Menschen darf nicht zu einer Last für Sie werden. Wenn Sie also Nein sagen wollen, dann tun Sie dies klar und deutlich: “Nein, das klappt nicht.” – “Nein, morgen geht nicht, ich kann Ihnen jedoch nächsten Montag anbieten.”
- Sport und Gesundheit – Bewegung hilft, Stress und Belastungen abzubauen. Ihre Ernährung ist der Kraftstoff für Ihren Körper. Und Schlaf ist wichtig zur Regeneration. Reden Sie sich nicht ein, mit drei oder vier Stunden Schlaf auszukommen. Das geht dauerhaft nicht gut. Wer nachts zu wenig schläft, ist tagsüber nicht optimal leistungsfähig.
- Umdenken - Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Effizienz prägt unseren Alltag und unser Denken. Das führt dazu, dass wir Fahrzeiten (im Auto oder in der Bahn), Stau- und Wartezeiten als eine Art “Zeitverschwendung” einstufen. Wechseln Sie die Perspektive: In Zeiten, in den Sie nicht “produktiv” sind, “gewinnen” Sie Lebenszeit, denn Sie müssen nichts entscheiden, keine Resultate erzielen und niemanden argumentativ von einer Sache überzeugen. Sie können einfach da sein und sich über diese gewonnene Zeit freuen. Probieren Sie’s. Es funktioniert. Und auch die Angst, etwas Wichtiges zu verpassen lässt sich aus einer anderen Perspektive betrachten. Es gibt fast nichts, das nicht warten kann. Mir ist nicht bekannt, dass einem Unternehmen, ein Auftrag nicht erteilt wurde, nur weil der Ansprechpartner für ein paar Stunden nicht erreichbar war.
Seit vielen Jahren unterstützt Christian Braun Führungskräfte in Unternehmen sowie Existenzgründer und etablierte Unternehmer erfolgreich in ihrer Entwicklung.
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© Christian Braun



Viele Menschen, die sich in ihrem Leben einmal mit Zeitmanagement beschäftigt haben, stellen fest, dass die Umsetzung der gelernten Methoden und Techniken in der Praxis oft scheitert. Im Alltag sinkt die Motivation schnell und alte Verhaltensmuster im Umgang mit Zeit kehren zurück.