2. Mai 2011

Elf Geheimnisse des Führens

Kategorie: Allgemein, Bücher, Erfolg, Führung, Soziale Intelligenz, Werte

Wenn wir über Führung sprechen, dann geht es dabei um drei Dimensionen:

  • Lebensführung - wirkt auf die eigene Person, auf das Ich
  • Menschenführung - wirkt auf andere Menschen und auf die Kultur
  • Unternehmensführung - wirkt auf Ergebnisse, Produkte, Projekte und Dinge

In diesem Sinne funktioniert Führung aus der Mitte heraus, von innen nach außen, vom Ich zum Wir. Das heißt, Ein Mensch sollte zunächst in der Lage sein, das eigene Leben zu führen, bevor er andere Menschen oder gar ein Unternehmen führt.

Bei Führung geht es um das Leben von Werten. Darum, ob die Beiträge der Führungskraft konstruktiv oder destruktiv sind, ob sie Menschen nutzen oder schaden, ob sie wirksam sind oder unwirksam.

Das wahre “Geheimnis” von wirksamer Führung ist: Es gibt kein Geheimnis! Es gibt nur universelle Prinzipien, Wertesysteme und zeitlose Wahrheiten, die im Laufe unserer Geschichte immer wieder entdeckt und wiederentdeckt wurden.

Napoleon Hill (1883 bis 1970) erkannte elf Merkmale einer erfolgreichen Führungskraft. Diese Merkmale lassen sich auf alle drei genannten Dimensionen übertragen. Sie sind nicht neu, dennoch haben diese Merkmale auch heute noch eine große Bedeutung. Und trotzdem wird häufig gegen sie verstoßen. Die Folgen lassen sich in vielen Unternehmen sehr deutlich sehen.

“Elf Geheimnisse des Führens”

1. Unerschütterliches Selbstvertrauen
Es beruht auf objektiver Selbsteinschätzung und genauer Kenntnis des eigenen Berufes. Niemand lässt sich von jemandem führen, dem es an Selbstvertrauen und Mut mangelt.

2. Selbstbeherrschung
Wer nicht im Stande ist, sich selbst zu beherrschen, der kann auch nicht über andere “herrschen”. Selbstkontrolle und Selbstdisziplin flößen Vertrauen ein und fordern den klugen Untergebenen zur Nachahmung auf.

3. Gerechtigkeitssinn
Ohne ein ausgeprägtes Gefühl für Fairness und Gerechtigkeit kann sich kein Vorgesetzter die Achtung seiner Untergebenen verschaffen und bewahren.

4. Unbeirrbarkeit
Wer häufig an seinen Entscheidungen zweifelt, und immer wieder seine Meinung ändert, beweist, dass er seiner selbst nicht sicher ist und deshalb andere auch nicht zum Erfolg führen kann.

5. Überlegtes Vorgehen
Die erfolgreiche Führungskraft plant, bevor sie handelt, und handelt entsprechend ihren Plänen. Wer blindlings alles dem Zufall oder seiner ‘Intuition’ überlässt und ohne wohldurchdachte, feste Pläne handelt, ist wie ein Schiff ohne Ruder.

6. Die Gewohnheit, alle Erwartungen zu übertreffen
Die wirkliche Führungskraft fordert von sich selbst stets mehr als von anderen.

7. Zuverlässigkeit
Schlampige, nachlässige, vergessliche oder sonst wie unzuverlässige Menschen werden niemals erfolgreiche Führungskräfte sein, weil solche Eigenschaften es ihnen unmöglich machen, die Achtung derer zu erringen, denen sie Anweisungen erteilen.

8. Einfühlungsvermögen und Verständnis
Sehr wichtig ist die Fähigkeit, sich in seine Mitarbeiter hineinzuversetzen, also deren Standpunkt, deren Wünsche und deren Sorgen nachzuvollziehen. Ein guter Vorgesetzter muss immer Verständnis für seine Untergebenen und ihre Nöte zeigen.

9. Ein Auge fürs Detail
Wer als Führungskraft Erfolg haben will, muss auch die scheinbar unbedeutenden Details des Arbeitsprozesses beherrschen – und bemerken.

10. Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
Die erfolgreiche Führungskraft akzeptiert nicht nur – selbstverständlich – die Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen, sondern ist auch stets bereit, für die Fehler und Versäumnisse ihrer Untergebenen einzustehen. Für die mangelhaften Leistungen der Mitarbeiter ist der Vorgesetzte verantwortlich.

11. Fähigkeit der Zusammenarbeit
Die erfolgreiche Führungskraft muss die Fähigkeit der Zusammenarbeit beherrschen und pflegen. Das heißt, sie muss ihre Untergebenen zur Mitarbeit motivieren können, denn Führung beruht auf Macht, und Macht beruht auf tatkräftiger Unterstützung vonseiten des “Volkes”.

Napoleon Hill: Denke nach und werde reich. Die 13 Gesetze des Erfolgs. Ariston Verlag, 1966/2010.

Eine wirksame Führungskraft weist auch in der heutigen Zeit diese Merkmale auf und verfügt darüber hinaus über weitere Qualitäten, die ihre Wirksamkeit untermauern.

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3. Mai 2010

Entscheiden heißt Probleme lösen

Kategorie: Allgemein, Entscheiden, Führung, Management

Zu den zentralen Aufgaben einer Führungskraft gehört es, Entscheidungen zu treffen, und die Verantwortung für diese Entscheidungen zu übernehmen.

Viele Führungskräfte tun sich schwer mit Entscheidungen. Dabei ist eines sicher: Wer nichts tut, abwartet und aussitzt, der entscheidet sich meist für die schlechteste aller Lösungen. Entscheidungsschwäche ist Führungsschwäche und wer nicht entscheidet ist keine Führungskraft.

Was heißt es, eine Entscheidung zu treffen?

Entscheidungen umfassen immer die Suche nach Möglichkeiten für Problemlösungen und schließlich den Entschluss für eine bestimmte Problemlösung. Sich entscheiden bedeutet damit, alle anderen Handlungsmöglichkeiten auszuschließen.

Das setzt voraus, das Problem richtig zu begreifen und sich die bestehenden Handlungsmöglichkeiten zunächst einmal bewusst zu machen. Gute Vorarbeit ist also die Grundlage für richtige Entscheidungen. Diese Vorarbeit beginnt mit der Frage: Worum geht es wirklich?

Es gilt, bevor man eine Entscheidung trifft, möglichst viele Informationen zu sammeln, alle vorstellbaren Möglichkeiten (inklusive der “Nullvariante” = alles bleibt wie es ist) durchzuspielen, auf Chancen, Risiken, Konsequenzen zu prüfen und zu bewerten. Wichtig dabei: Es gibt immer eine Alternative und es gibt immer noch mehr Alternativen, als wir bisher kennen. So hat man als Führungskraft Alternativen zu Hand, um sich die Zukunft offen zu halten und auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, ohne dabei das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren.

Eine Entscheidung ist nicht mit dem Entschluss beendet. Gerade die Realisierung muss stets Bestandteil des Entscheidungsprozesses sein. Das schließt ein, den Umsetzungsprozess mittels Feedback-Berichten und eigenen Eindrücken zu überwachen.

Zusammengefasst kommt man in den meisten Fällen durch die Einhaltung der folgenden sieben Schritte zu guten Entscheidungen:

1. Präzise Bestimmung des Problems
Worum geht es wirklich?

2. Spezifikation der Anforderungen
Welche Anforderungen müssen mindestens erfüllt sein?
Was wird gebraucht in dieser Situation für dieses Unternehmen?

3. Herausarbeiten aller vorstellbaren Alternativen
Welche Alternativen gibt es (noch)?

4. Analyse von Vor- und Nachteilen, Risiken und Folgen für jede Handlungsmöglichkeit
Welche Annahmen liegen jeweils zugrunde?
Wie ist die jeweilige Bindungsdauer und die Reversibilität?
Was kann im ‘Worst-Case’ passieren?

5. Entschluss für eine Alternative
Es ist alles durchdacht!
Was sagt die innere Stimme (Bauchgefühl)?

6. Planung und Umsetzung der Entscheidung
Maßnahmen, Personen, Termine?
Wer, was, bis wann, wie und mit wem?

7. Feedback zum Umsetzungsprozess (Kontrolle)

Wir treffen täglich unzählige Entscheidungen. Dafür gibt es kein Patentrezept. Entscheidungen sind keine Rechenaufgabe und nicht allein Sache des Verstandes. Auch das Bauchgefühl muss stimmen. Wie ausführlich die sieben Schritte durchlaufen werden und in welcher Geschwindigkeit, muss situationsgerecht entschieden werden. Wichtig ist, Sie entscheiden überhaupt und lösen damit ein Problem.

© Christian Braun
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16. April 2010

Königsdisziplin Projektmanagement

Kategorie: Allgemein, Führung, Management, Projektmanagement

Studien belegen, Jahr für Jahr scheitern zahlreiche Projekte. Das heißt, das Projekt lief nicht wie geplant. Die Erfahrung zeigt, Projekte scheitern nicht an Technik und oft auch nicht an Zeit und Geld, sondern an Menschen und Ihrem Versuch, das Projekt schon „irgendwie“ abzuschließen. Woran liegt das?

In der Königsdisziplin Projektmanagement lassen sich vier Erfolgsbereiche definieren:

• Notwendige Kompetenzen als Projektmanager

• Einhaltung von Grundsätzen

• Das Richtige tun – Hauptaufgaben

• Die Dinge richtig tun – passende Tools

1. Notwendige Kompetenzen

Segelschiff2Projektarbeit ist komprimierte und intensive Teamarbeit. In vielen Unternehmen wird die Qualifikation von Projektmanagern vernachlässigt. Mehr als fünfzig Prozent der Arbeit eines Projektmanagers ist Kommunikation. Zusätzlich ist Wissen erforderlich in den Bereichen Integrations-, Qualitäts-, Risiko-, Termin-, Beschaffungs-, Anforderungs-, Personal- und Kostenmanagement.

Schnell wird klar: Führungs- und Managementerfahrung sind für den Projekterfolg entscheidend. Das Denken in Projektphasen reicht nicht mehr aus.

2. Einhaltung von Grundsätzen

Ein prinzipienorientiertes Handeln ist die Basis für Projekterfolg. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Der Grundsatz, sich auf Wichtiges und Weniges zu konzentrieren, schlägt unmittelbar auf die Definition des Projektziels und auf die Erstellung des Lastenheftes durch. Dabei sollten die Minimalanforderungen an eine Lösung gesammelt werden. Was muss auf jeden Fall mit der Lösung abgedeckt werden? Jede spätere Lösungsvariante, die diesen Mindestanforderungen nicht gerecht wird, scheidet sofort aus. So entsteht Klarheit.

Ein weiterer Grundsatz im Projektmanagement liegt in der konsequenten Resultatorientierung. Sie umfasst das Denken in Ergebnissen und die Orientierung am Output in Bezug auf die Dimensionen Zeit, Kosten, Projektumfang und Ressourcen.

3. Das Richtige tun – Hauptaufgaben

Aus dem Projektauftrag ist ein konkretes Projektziel zu formulieren und an die Projektmitglieder zu vermitteln. Der Projektleiter muss eine Antwort geben können auf die Frage: Wonach will man am Ende beurteilen, ob das Ziel erreicht ist oder nicht und in welchem Umfang das Ziel eventuell über- oder untererfüllt ist?

Neben der Festlegung von Zielen geht es darum, das Projekt in all seinen Phasen aktiv zu organisieren. Durch eine schlanke Organisation lassen sich Schwierigkeiten vermeiden. Die Regel lautet: Möglichst kurze Wege!

Zu den Hauptaufgaben eines Projektmanagers zählt ebenfalls, Entscheidungen zu treffen oder sie in Abstimmung mit den Auftraggebern systematisch herbeizuführen. Das setzt voraus, ein Problem richtig zu begreifen und sich die bestehenden Handlungsmöglichkeiten bewusst zu machen. Gute Vorarbeit ist die Grundlage für richtige Entscheidungen. Sie beginnt mit der Frage: Worum geht es wirklich?

4. Die Dinge richtig tun – passende Tools

Zur Erfüllung von Aufgaben benötigt man Instrumente und Methoden. Wie bei allen Werkzeugen ist es wichtig, dass man sie beherrscht und den Umgang mit ihnen erlernt und trainiert. Dabei geht es gerade nicht um die Größe oder Bekanntheit eines Werkzeugs. Eine Word-Vorlage in Form eines Formulars kann eventuell nutzbringender sein, als ein zehntausend Euro teures System, das die meisten Projektmitglieder schlicht überfordert und deshalb nur von wenigen Teammitgliedern akzeptiert wird.

Neben Selbstreflexion und Selbstmanagement, dessen Kern von persönlichen Arbeitstechniken gebildet wird, entscheidet der richtige Umgang mit Projektmeetings und Berichten wesentlich über Effizienz und Effektivität in der Projektarbeit.

© Christian Braun

Internet: www.braun-coaching.de

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