5. April 2013

10 Gründe, Probleme willkommen zu heißen

Kategorie: Allgemein, Chancen im Blick, Erfolg, Ziele

Warum Probleme Freude bereiten und
Begeisterung auslösen können

Woher kommt das Wort “Problem” eigentlich? – Der Duden zeigt die Herkunft des Wortes aus dem Griechischen: ‘próblēma’, was soviel bedeutet wie das Vorgelegte, die gestellte Aufgabe, also ‘das, was (zur Lösung) vorgelegt wurde‘. Das Wort hat also einen positiven Kern.

Davon zu unterscheiden sind Fakten. Sie stehen fest. Sie sind unerschütterlich. Fakten sind Ereignisse aus der Vergangenheit oder eine aktuelle Gegebenheit, über die wir keine Kontrolle haben, wie das Wetter.

Im Gegensatz dazu sind Probleme lösbar. Sie bieten Handlungsspielraum. Sie fragen nach Verstand. Ihre Lösung braucht Kompetenzen. In diesem Sinne sind wir nicht Opfer sondern Gestalter einer Situation.

10 Gründe, warum Probleme eine positive Sichtweise verdienen:

  1. Probleme fordern uns auf, neue Perspektiven und Sichtweisen einzunehmen und zu lernen.
  2. Probleme wollen uns dazu bringen, etwas zu verändern. Eine Veränderung setzt voraus, dass wir uns mit einem Zustand oder in einer Situation nicht (mehr) wohlfühlen. So ändern wir beispielsweise unsere Sitzposition, sobald die bisherige Haltung nicht mehr bequem genug ist.
  3. Probleme lassen uns wachsen. Muskeln wachsen, indem wir sie dem Druck von Gegengewichten aussetzen. Analog dazu macht uns der Umgang mit Problemen als Persönlichkeit stärker.
  4. Eine problematische Situation ist nach subjektiven Maßstäben meist unerwünscht und veränderungsbedürftig. Sie ist jedoch prinzipiell veränderbar. Eine Lösung kann also gefunden werden. Zumindest die eigene Einstellung zu einer Situation kann immer verändert werden.
  5. Ein Problem macht uns auf etwas aufmerksam. Es lenkt unsere Aufmerksamkeit auf bestimmte Punkte, zum Beispiel auf Risiken oder auf die eigentlichen Ursachen hinter dem Problem.
  6. Probleme wollen uns schützen, beispielsweise einen bestimmten Weg ungeprüft weiterzugehen.
  7. Ein Problem will uns dazu bringen, Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, zum Beispiel bei Erkrankungen.
  8. Aus gewichtigen Problemen lassen sich Ziele formulieren, für deren Erreichung es dann gute Gründe gibt. Diese Ziele haben somit eine starke Motivationskraft.
  9. Probleme sind die Wurzeln von Unternehmen. Mit ihren Produkten und Dienstleistungen verkaufen sie an ihre Kunden Lösungen für Probleme. Die Lösung von Kundenproblemen sichert das wirtschaftliche Überleben eines Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze.
  10. Viele Chancen kommen als Probleme verkleidet zu uns. Es sind Chancen, besser und stärker zu werden. In herausfordernden Situationen – beim „Sprung ins kalte Wasser“ – können Fähigkeiten und Verhaltensweisen sichtbar werden, von denen wir nicht ahnten, dass sie in uns stecken. Wir wachsen dann über uns hinaus.

Wie wir eine problematische Situation wahrnehmen und durch welche Brille wir sie betrachten ist also unsere Entscheidung. Wir haben stets die Wahl.

Kontakt, Infos und Seminare von Christian Braun

Christian Braun ist Managementtrainer und Experte für Chancenkompetenz. Er zählt zu Deutschlands Wirtschaftsberatern und Business Coaches einer neuen Generation. Denn er kennt seit vielen Jahren die Realität als wirksame Führungskraft, als erfolgreicher Manager und als erfahrener Unternehmer.

2008 wurde er von einer namhaft besetzten Jury als Finalist im Wettbewerb um den Deutschen Unternehmerpreis ausgezeichnet.

Der Businessexperte weiß, wovon er spricht und er lebt das, was er anderen vermittelt, erfolgreich vor.

CHRISTIAN BRAUN | Consulting

Telefon: 0221 / 29 78 07 62
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Kernthemen von Christian Braun:
Persönliche Chancenkompetenz, Selbstverantwortung, Erfolgsstrategien, Führung, Change Management, Verkaufskompetenz, Business Development.

© Christian Braun

8. August 2011

“Viele Deutsche haben keinen Spaß mehr an ihrem Job”

Kategorie: Allgemein, Führung, Karriere, Unternehmenskultur

Studie: Arbeitszufriedenheit sinkt erheblich. Quelle: sueddeutsche.de

Viele Deutsche haben keinen Spaß mehr an ihrem Job: Vor allem unter den Älteren kippt die Stimmung. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland schlecht ab – nur in einigen osteuropäischen Staaten sind die Arbeitnehmer noch unglücklicher.

Frust beim Export-Europameister, im Land der Weltmarken: Deutschlands Arbeitnehmer sind immer unzufriedener mit ihrem Job. Auch im Vergleich mit anderen reichen Staaten Europas ist die Stimmung an den Schreibtischen und Maschinen hierzulande schlecht.

Arbeitnehmer bewerteten in einer Studie der Universität Duisburg-Essen ihre Zufriedenheit im Job auf einer elfstufigen Skala, von 0 (“ganz und gar unzufrieden”) bis 10 (“ganz und gar zufrieden”). Das Ergebnis: Während die Befragten ihrem Job 1984 im Schnitt noch die Note 7,6 gaben, sank dieser Wert bis 2009 auf 6,8. In den vergangenen 25 Jahren gaben die Befragten immer seltener an, ihre Arbeit wirklich zu mögen.

Besonders auffällig ist, dass sich bei den älteren Arbeitnehmern über 50 Jahren die Einschätzung komplett gedreht hat: 1985 waren sie mit 7,9 Punkten noch wesentlich zufriedener als jüngere Arbeitnehmer. 2009 lag dieser Wert nur noch bei 6,6 Punkten  – und damit sogar unter dem Durchschnitt.

Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni wertete für seine Untersuchung Daten aus der repräsentativen Befragung des Sozio-ökonomischen Panels zwischen 1984 und 2009 aus. Dafür werden jedes Jahr etwa 11.000 Haushalte in Deutschland befragt.

Die IAQ-Forscher um den Soziologie-Professor Marcel Erlinghagen untersuchten die Antworten aller abhängig Beschäftigten zwischen 20 und 64 Jahre. Beamte wurden nicht befragt.

Menschen mit höherer Bildung sind laut der Studie mit ihrer Arbeit generell glücklicher als Beschäftigte mit niedrigen Abschlüssen.

Westdeutsche Arbeitnehmer immer unzufriedener

Auf den ersten Blick wirkt immerhin positiv, dass sich die Arbeitszufriedenheit im Westen der im Osten des Landes annähert. Doch das liegt nicht daran, dass sich die Werte der befragten Ostdeutschen wesentlich verbessert haben – sie stagnieren. Es liegt daran, dass die Westdeutschen immer unzufriedener sind.

Die Ursachen sind nach Einschätzung der Wissenschaftler zunehmende Arbeitsbelastung, Probleme, Familie und Beruf zu vereinbaren, geringe Lohnsteigerungen und Angst um den Arbeitsplatz.

Auch der internationale Vergleich ist erschreckend: Das IAQ verweist auf die Ergebnisse der European Social Survey, einer Analyse der Jobzufriedenheit in 22 europäischen Ländern. Hier rangiert Deutschland auf Platz 18 – abgeschlagen hinter den anderen west- und nordeuropäischen Staaten. Hinter den deutschen landen nur noch die Arbeitnehmer der Slowakei, der Ukraine, Bulgariens und Russlands. Am zufriedensten am Arbeitsplatz sind laut der Studie Dänen, Schweizer und Finnen.

Auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft veröffentlichte am Dienstag eine Studie auf Grundlage des Sozio-ökonomischen Panels. Darin ging es um den Zusammenhang von Arbeitszufriedenheit und Einkommen. Demnach ist die Hälfte der Beschäftigten aus dem obersten Fünftel der Einkommen sehr zufrieden mit dem Job. Mit dem Sinken des Einkommens sinkt aber auch die Zufriedenheit: Im unteren Einkommensfünftel sind nur noch etwas mehr als ein Drittel sehr zufrieden. Auf der anderen Seite sind nur zwei Prozent der Reichen unglücklich in ihrem Job, bei den Einkommensschwachen sind es immerhin sieben Prozent.

Quelle: sueddeutsche.de, 02.08.2011.

2. Mai 2011

Elf Geheimnisse des Führens

Kategorie: Allgemein, Bücher, Erfolg, Führung, Soziale Intelligenz, Werte

Wenn wir über Führung sprechen, dann geht es dabei um drei Dimensionen:

  • Lebensführung - wirkt auf die eigene Person, auf das Ich
  • Menschenführung - wirkt auf andere Menschen und auf die Kultur
  • Unternehmensführung - wirkt auf Ergebnisse, Produkte, Projekte und Dinge

In diesem Sinne funktioniert Führung aus der Mitte heraus, von innen nach außen, vom Ich zum Wir. Das heißt, Ein Mensch sollte zunächst in der Lage sein, das eigene Leben zu führen, bevor er andere Menschen oder gar ein Unternehmen führt.

Bei Führung geht es um das Leben von Werten. Darum, ob die Beiträge der Führungskraft konstruktiv oder destruktiv sind, ob sie Menschen nutzen oder schaden, ob sie wirksam sind oder unwirksam.

Das wahre “Geheimnis” von wirksamer Führung ist: Es gibt kein Geheimnis! Es gibt nur universelle Prinzipien, Wertesysteme und zeitlose Wahrheiten, die im Laufe unserer Geschichte immer wieder entdeckt und wiederentdeckt wurden.

Napoleon Hill (1883 bis 1970) erkannte elf Merkmale einer erfolgreichen Führungskraft. Diese Merkmale lassen sich auf alle drei genannten Dimensionen übertragen. Sie sind nicht neu, dennoch haben diese Merkmale auch heute noch eine große Bedeutung. Und trotzdem wird häufig gegen sie verstoßen. Die Folgen lassen sich in vielen Unternehmen sehr deutlich sehen.

“Elf Geheimnisse des Führens”

1. Unerschütterliches Selbstvertrauen
Es beruht auf objektiver Selbsteinschätzung und genauer Kenntnis des eigenen Berufes. Niemand lässt sich von jemandem führen, dem es an Selbstvertrauen und Mut mangelt.

2. Selbstbeherrschung
Wer nicht im Stande ist, sich selbst zu beherrschen, der kann auch nicht über andere “herrschen”. Selbstkontrolle und Selbstdisziplin flößen Vertrauen ein und fordern den klugen Untergebenen zur Nachahmung auf.

3. Gerechtigkeitssinn
Ohne ein ausgeprägtes Gefühl für Fairness und Gerechtigkeit kann sich kein Vorgesetzter die Achtung seiner Untergebenen verschaffen und bewahren.

4. Unbeirrbarkeit
Wer häufig an seinen Entscheidungen zweifelt, und immer wieder seine Meinung ändert, beweist, dass er seiner selbst nicht sicher ist und deshalb andere auch nicht zum Erfolg führen kann.

5. Überlegtes Vorgehen
Die erfolgreiche Führungskraft plant, bevor sie handelt, und handelt entsprechend ihren Plänen. Wer blindlings alles dem Zufall oder seiner ‘Intuition’ überlässt und ohne wohldurchdachte, feste Pläne handelt, ist wie ein Schiff ohne Ruder.

6. Die Gewohnheit, alle Erwartungen zu übertreffen
Die wirkliche Führungskraft fordert von sich selbst stets mehr als von anderen.

7. Zuverlässigkeit
Schlampige, nachlässige, vergessliche oder sonst wie unzuverlässige Menschen werden niemals erfolgreiche Führungskräfte sein, weil solche Eigenschaften es ihnen unmöglich machen, die Achtung derer zu erringen, denen sie Anweisungen erteilen.

8. Einfühlungsvermögen und Verständnis
Sehr wichtig ist die Fähigkeit, sich in seine Mitarbeiter hineinzuversetzen, also deren Standpunkt, deren Wünsche und deren Sorgen nachzuvollziehen. Ein guter Vorgesetzter muss immer Verständnis für seine Untergebenen und ihre Nöte zeigen.

9. Ein Auge fürs Detail
Wer als Führungskraft Erfolg haben will, muss auch die scheinbar unbedeutenden Details des Arbeitsprozesses beherrschen – und bemerken.

10. Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
Die erfolgreiche Führungskraft akzeptiert nicht nur – selbstverständlich – die Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen, sondern ist auch stets bereit, für die Fehler und Versäumnisse ihrer Untergebenen einzustehen. Für die mangelhaften Leistungen der Mitarbeiter ist der Vorgesetzte verantwortlich.

11. Fähigkeit der Zusammenarbeit
Die erfolgreiche Führungskraft muss die Fähigkeit der Zusammenarbeit beherrschen und pflegen. Das heißt, sie muss ihre Untergebenen zur Mitarbeit motivieren können, denn Führung beruht auf Macht, und Macht beruht auf tatkräftiger Unterstützung vonseiten des “Volkes”.

Napoleon Hill: Denke nach und werde reich. Die 13 Gesetze des Erfolgs. Ariston Verlag, 1966/2010.

Eine wirksame Führungskraft weist auch in der heutigen Zeit diese Merkmale auf und verfügt darüber hinaus über weitere Qualitäten, die ihre Wirksamkeit untermauern.

TIPP: Top Performance-Seminar von Christian Braun:
FÜHRUNGSKRAFT DER ZUKUNFT – Wie Sie als Führungskraft Höchstleistungen fördern
Nur noch wenige Termine in 2011 – in Frankfurt, Köln und Düsseldorf.

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