13. Juni 2011

Unternehmer sein – mach dein eigenes Ding!

Kategorie: Allgemein, Bücher, Chancen im Blick, Erfolg, Existenzgründung, Soziale Intelligenz, Verkauf, Ziele

Als Karriere- und Unternehmercoach werde ich oft gefragt, worauf es bei dem Schritt in die Selbständigkeit wirklich ankommt.

Neben bestimmten Fähigkeiten und Kompetenzen kommt es in erster Linie auf die Einstellung an und auf die eigenen Wichtigkeiten im Leben. Denn es geht um die Bereitschaft und um den Mut, auf eigene Rechnung zu arbeiten.

Der Unternehmer und Investmentbanker Gerald Hörhan hat in seinem Buch “Investment Punk” verschiedene Seiten des Unternehmertums zusammengefasst:

Unternehmer zu sein, hat ein paar pragmatische Vorteile:

  • Unternehmer haben immer mehrere Standbeine – mehrere Kunden, mehrere Geschäfte, an denen sie arbeiten, oder mehrere Produkte. Wer risikoscheu ist, und lieber auf Sicherheit setzt, sollte schon deshalb Unternehmer statt Angestellter sein.
  • Unternehmer haben steuerliche Vorteile beim Aufbau von Vermögen. Als Angestellter müsste ihr euer Einkommen zuerst versteuern, und was übrig bleibt, könnt ihr investieren. Ein Unternehmer investiert zuerst und versteuert dann des Rest.”

Hörhan lenkt den Blick natürlich auch auf Risiken und auf die Gründe dafür, dass Firmen nach der Gründung wieder pleite gehen. Das Scheitern von Unternehmern führt Hörhan fast immer auf die gleichen Fehler zurück:

  • Unternehmensgründer überschätzen ihr Geschäftsmodell und die Bereitschaft von Banken und Investoren, Geld zu geben.
  • Unternehmer kümmern sich zu sehr ums Produkt und zu wenig um den Verkauf. McDonald’s macht nicht die besten Hamburger, Starbucks nicht den besten Kaffee und Microsoft nicht die beste Software. Diese drei Firmen sind einfach die besten ihrer Branche im Verkauf ihrer Produkte.
  • Unternehmen kümmern sich zu wenig um das Finanzmanagement. Sie denken zum Beispiel nicht darüber nach, dass Kunden viel zu spät zahlen, und treffen dafür keine Vorsorge. Selbst wenn das Geschäft noch so gut läuft, droht dann die Insolvenz.
  • Wenn die Firma größer wird, muss sie in Dinge wie IT-, Personal- oder PR-Abteilung investieren. Wer das nicht genau plant, strauchelt, weil diese Dinge Geld kosten, ohne unmittelbar Ertrag zu bringen.”

Klarheit in den Zielen, Beharrlichkeit, Entschlossenheit und Vielseitigkeit gewinnen an Gewicht und bestimmen den langfristigen Erfolg des Unternehmers.

Christian Braun gehört zu den bekannten Coaches im Bereich Kommunikation und Erfolgsstrategien.

Der Experte für das Thema “Menschen gewinnen” ist Vollblutunternehmer und erfolgreicher Trainer, Referent und Inhaber von BRAUN Business & Coaching. Daneben ist er Manager zweier Unternehmen.

Christian Braun weiß, wovon er spricht. Er lebt das, was er anderen vermittelt, erfolgreich vor.

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2. Juni 2011

ArbeitsKraft: Work-Life-Balance vom Chef gefördert

Kategorie: Allgemein, Führung, Karriere

Sinnvoll leben beginnt mit der Erkenntnis, dass Gesundheit, Fitness und eine Balance im Leben wesentliche Faktoren für den langfristigen Erfolg sind. Immer mehr Arbeitgeber erkennen, dass sich die körperliche Fitness ihrer Mitarbeiter auch positiv auf deren Arbeitsleistung auswirkt. Sie unterstützen deshalb ihre Mitarbeiter darin, etwas für ihre Gesundheit zu tun.

Wachsende Anforderungen und Zeitdruck im Job machen den Ausgleich außerhalb der Arbeit immer wichtiger. Karriere-Krankheiten wie Erschöpfungszustände, Burn-out oder Herzinfarkt kann damit vorgebeugt werden.

Timon Ebel, Fitnessexperte und Personal Trainer aus Köln, hat mit “ArbeitsKraft” ein innovatives Konzept umgesetzt, wodurch auch kleine und mittelständische Unternehmen die körperliche und geistige Performance ihrer Mitarbeiter fördern können.

An derzeit zehn verschiedenen Standorten in Köln können die Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen von professionellem und effektivem Fitnesstraining profitieren. Neben Gerätetraining umfasst das Angebot Kurse wie Businessboxen, Rückenfit oder beispielsweise Bauch und Stretching.

Die Kosten für den Arbeitgeber sind abhängig von der Unternehmensgröße. Eine Firma mit 11 bis 50 Mitarbeitern zahlt lediglich 99,95 Euro pro Monat, zzgl. MwSt. Dafür können dann alle Mitarbeiter an allen Standorten innerhalb Kölns das komplette Fitness- und Kursangebot von ArbeitsKraft nutzen.

Interessenten finden weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten direkt auf der Website von ArbeitsKraft.

© Christian Braun

11. Juni 2010

Bewerbungshomepage – neue Wege für Jobsucher

Kategorie: Human Resources, Karriere

Das World Wide Web hat längst Einzug gehalten in die Recruitingprozesse der Unternehmen. Personaler nutzen die sozialen Netzwerke, um mehr über die Bewerber zu erfahren. Nun wählen auch Jobsucher vermehrt den gezielten Weg über das Internet, um Kontakt aufzunehmen und sich potenziellen Arbeitgebern zu präsentieren.

Die eigene Bewerbungshomepage bietet neben den etablierten Kommunikationswegen neue Chancen. Gleichzeitig sind jedoch wichtige Punkte zu beachten.

Bewerbung via WebDie Bewerbungshomepage enthält alle relevanten Informationen und ist in weiten Teilen ähnlich aufgebaut wie eine klassische Bewerbung. Neben der Hauptseite mit dem Lebenslauf werden auf Unterseiten Zeugnisse, Referenzen oder weitere Downloads angeboten. Berufliche Ziele, ein Kurzportrait, Links zu anderen relevanten Webseiten und Arbeitsproben können zusätzlich integriert werden.

Gezielte Information

Die Wirksamkeit einer Bewerbungshomepage wird durch die Vorteile des Mediums Internet unterstützt: Alle Informationen lassen sich hierarchisch strukturieren und sinnvoll verlinken. Einzelne Themen können vom Leser deshalb gezielt vertiefen und komplett erfasst werden. Auch ein roter Faden kann so besonders herausgestellt werden.

Professionalität

Andererseits müssen Informationen in einer Bewerbungshomepage manchmal erst mühevoll zusammengesucht werden und sind deshalb eventuell nicht gleich griffbereit. Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit sind deshalb im Web das A und O. “Bei einer Bewerbungshomepage kommt es nicht darauf an, einfach auf ‘irgendeine Art’ im Netz dabei zu sein. Ein wenig professioneller Internetauftritt kann, ähnlich wie bei Websites von Unternehmen, eher schaden als nutzen. Die Internetpräsenz muss passen, wie ein Maßanzug”, betont Dr. Markus Braun, HR-Experte und Unternehmensberater aus München.

Vertraulichkeit

Jobsuchern, die sich für eine Bewerbungshomepage entscheiden, muss klar sein, dass sie ihre Daten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Neben dem Schutz der Privatsphäre geht es auch darum, Vertraulichkeit im Bewerbungsverfahren zu wahren. Bei Berufseisteigern mag dies kein wesentliches Argument sein. Deutlich sensibler ist das Thema bei Personen, die sich aus einer ungekündigten Stellung heraus verändern wollen. In diesen Fällen darf die Bewerbung gerade nicht über Suchmaschinen durch die Kollegen und Chefs im alten Unternehmen gefunden werden.

Mario Stamm, Experte für Weblösungen und Geschäftsführer der MCM NetworX GmbH schlägt dafür eine einfache und wirkungsvolle Lösung vor: “Ein Zugriffsschutz durch HTTP-Authentifizierung lässt sich schnell einrichten. Es ist der übliche Weg, um nur ausgewählten Benutzern den Zugriff auf bestimmte Daten und Websites zu erlauben”, erklärt Stamm. Da die Bewerbungshomepage generell als Ergänzung einer E-Mail-Bewerbung gesehen werden sollte, lassen sich die Zugangsdaten auf diesem Weg einfach übermitteln.

Fazit

In den vergangen Jahren hat sich die Bewerbungslandschaft zunehmend verändert. Multimediale Bewerbungen und die direkte Kontaktaufnahme mit den Unternehmen werden für Arbeitssuchende immer wichtiger. Die eigene Bewerbungshomepage ersetzt jedoch nicht die schriftliche Bewerbung oder gar das persönliche Vorstellungsgespräch. Sie ist vielmehr eine Ergänzung, um auf sich aufmerksam zu machen und sich gegenüber potenziellen Arbeitgebern besser zu präsentieren.

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7. Juni 2010

Von scheidenden Mitarbeitern lernen

Kategorie: Allgemein, Human Resources, Karriere, Management, Soziale Intelligenz, Unternehmenskultur

Unter dem Titel “Sag zum Abschied leise Servus” berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in der Ausgabe vom 05./06. Juni 2010 über Unternehmen, die sogenannte Exit-Interviews mit Mitarbeitern führen, die von sich aus gekündigt haben.

Exit-Interviews mit scheidenden Mitarbeitern

Die Aussagen der scheidenden Mitarbeiter lassen wichtige Rückschlüsse zu, beispielsweise auf den Führungsstil des Vorgesetzten, das Betriebsklima oder die allgemeine Zufriedenheit der Belegschaft. Der FAZ-Artikel spiegelt insbesondere die guten Erfahrungen von Unternehmen, die regelmäßig Exit-Interviews führen.

InterviewLaut einer in dem Bericht zitierten Studie der Unternehmensberatung Kienbaum nutzt jedoch nur jedes dritte Unternehmen im deutschsprachigen Raum dieses Instrument, um Informationen darüber zu bekommen, warum ein Mitarbeiter kündigt, den das Unternehmen eigentlich halten wollte? Nicht nur im Zeitalter von Employer Branding, das auf die systematische Mitarbeitergewinnung und -bindung ausgerichtet ist, wundert diese geringe Quote. Ein Blick über die Personalabteilungen hinaus zeigt, dass in anderen Bereichen mit ähnlichen Instrumenten seit Jahren erfolgreich gearbeitet wird – nämlich im Vertrieb und im Marketing. Dort geht es um Kundengewinnung und -bindung.

Ein Wechsel der Perspektive

Das systematische und individuelle Management von Kundenbeziehungen hat in den letzten zehn Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Dahinter steckt eine ebenso einfache wie überzeugende Erkenntnis, die sich aus der Kostenbetrachtung ableitet. Die Gewinnung eines neuen Kunden verursacht im Schnitt etwa drei bis fünf Mal so hohe Kosten für ein Unternehmen wie die Bindung eines bestehenden Kunden.

Gute Vertriebsorganisationen analysieren deshalb genau, warum Kunden untreu werden. Die so gewonnen Erkenntnisse tragen unmittelbar zum künftigen Unternehmenserfolg bei. Sie fließen ein in die Marketingpolitik des Unternehmens, sind Grundlage für organisatorische Veränderungen und für strategische Entscheidungen des Managements.

Transfer vom Kundenmanagement zum HR-Management

Was für die Betrachtung der Kunden gilt, lässt sich im Grundsatz unmittelbar auf Mitarbeiter übertragen. Denn im Personalbereich gelten ähnliche Rahmenbedingungen. Eine Neubesetzung ist mit ungleich höheren Aufwänden und Kosten verbunden als die Bindung guter Mitarbeiter. Ebenso liefert die Analyse der Kündigungsgründe scheidender Mitarbeiter dem Unternehmen wertvolle Daten, darunter nicht nur neue Erkenntnisse über den inneren Zustand der Organisation, sondern auch Informationen darüber, was die Konkurrenz zu bieten hat.

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1. April 2010

Fit für die Karriere – die 8 Schritte zum Karriereerfolg

Kategorie: Allgemein, Karriere, Ziele

Vertrieb_1„Wie geht es weiter mit meiner Karriere?“ – eine Frage, die sich wohl fast jeder in seiner beruflichen Entwicklung schon gestellt hat. Gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten ist die gute und richtige Vorbereitung auf den nächsten Karriereschritt der zentraler Erfolgsfaktor. Unzählige Bücher wollen Menschen in schwierigen Karrieresituationen unterstützen. Dabei zielen die meisten Ratgeber darauf ab, wie sich der Kandidat verändern soll. Oft bleibt unberücksichtigt, dass das größte Potenzial in den eigenen Ressourcen und im eigenen Wissen liegt.

Intensives Nachdenken ist der Schlüssel zum Erfolg. Denn durch Nachdenken und Reflektieren lässt sich ein stabiles Fundament für die Karriereentwicklung formen. Die folgenden acht Schritte helfen dabei:

1. Talente, Fähigkeiten und Eigenschaften (er)kennen
2. Bevorzugtes Verhalten analysieren
3. Eigene Werte bewusst machen
4. Berufliche Ziele konkret formulieren
5. Unternehmen und Branchen kennen
6. Netzwerk und Kontakte nutzen
7. Bewerbungsprozess trainieren
8. Umsetzung planen

1. Talente, Fähigkeiten und Eigenschaften (er)kennen

In Ihren unterschiedlichen beruflichen Stationen und Lebensabschnitten haben Sie Kenntnisse erworben, Erfahrungen gesammelt, Fähigkeiten entwickelt oder neu entdeckt. Vieles davon ist den meisten Menschen nicht bewusst. Denn was ein Mensch gut kann, das fällt ihm häufig kaum noch auf.

Denken Sie deshalb über Ihre Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten in Ruhe und intensiv nach. Machen Sie sich Notizen. Dabei geht es auch um die ehrliche Aufstellung der individuellen Stärken und Schwächen. Lassen Sie sich Zeit dabei und erstellen Sie Ihr eigenes Selbstbild. Dadurch und durch die Rückmeldungen von Führungskräften, Kollegen, Kunden, Freunden oder Familie (Fremdbild) können Sie Ihre Selbstwahrnehmung zusätzlich schärfen. Im Ergebnis werden Ihnen die eigenen Talente und Begabungen dann mehr und mehr bewusst.

2. Bevorzugtes Verhalten analysieren

Unser Temperament steuert unser bevorzugtes Verhalten. Diese Präferenzen bestimmen, wie wir mit Herausforderungen, mit anderen Menschen, mit Strukturen und Regeln umgehen. So verhalten wir uns beispielsweise eher introvertiert oder eher extravertiert, eher aufgaben- oder eher personenbezogen, eher sensorisch wahrnehmend oder eher intuitiv wahrnehmend.

Der Einzelne agiert dann am besten, wenn sein Verhalten mit seinen persönlichen Präferenzen im Einklag steht. Wissenschaftlich fundierte Analysen von INSIGHTS MDI, MBTI oder beispielsweise DISG helfen dabei, das eigene persönliche Verhalten optimal auszurichten, Kompetenzen zu fördern und Potenziale zu entwickeln.

Für jede Position in einem Unternehmen lassen sich die spezifischen Anforderungen sehr gut anhand erwarteter und erforderlicher Verhaltensmuster beschreiben. Mit dem Wissen um die eigenen Präferenzen können Sie sich bei der beruflichen Neuausrichtung ein Arbeitsumfeld suchen, in dem Sie Ihre volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen können. Die Analyse der eigenen Verhaltenspräferenzen ist auch für Existenzgründer geeignet, die testen wollen, ob die Selbstständigkeit etwas für sie ist.

3. Eigene Werte bewusst machen

Was ist mir wichtig? – Werte wie Status und Prestige, wirtschaftliche Sicherheit, Fürsorge oder persönliche Entwicklung erklären, warum wir tun, was wir tun. Das persönliche Wertesystem beeinflusst in starkem Maße die eigene Wahrnehmung, unsere Bedürfnisse, Normen, Handlungen und emotionalen Reaktionen. Die meisten Menschen kennen ihre Werte nicht. Lediglich in zwei Situationen werden sie sich dann ihrer Werte bewusst: bei Missachtung eines Wertes bzw. bei der Verwirklichung eines solchen, weil darauf jeweils eine starke emotionale Reaktion folgt.

Die Kenntnis der eigenen Motive hilft Ihnen, Ihr eigenes Handeln bewusster zu steuern. Entscheidungen, insbesondere zur Auswahl einer beruflichen Tätigkeit oder des passenden Unternehmens, können dadurch gezielter getroffen werden.

4. Berufliche Ziele konkret formulieren

Die kurz- und mittelfristigen beruflichen Ziele knüpfen unmittelbar an Ihrer bisherigen Situation an. Deshalb müssen Sie sich mit dem heute erreichten Stand intensiv auseinandersetzen. Ziehen Sie Bilanz: Was haben Sie bisher erreicht und welche Ihrer Fähigkeiten haben Sie dafür eingesetzt? Was hat Sie an der Nutzung ihrer Fähigkeiten und an der Erreichung ihrer Ziele bisher gehindert? Welche Ursachen haben zu einem eventuellen Karrieretief geführt?

Was will ich erreichen? – Häufig wird diese Frage recht allgemein oder sogar ziemlich nebulös beantwortet. Aussagen wie „Karriere machen“ oder „vorankommen“ oder „mehr Geld verdienen“ sind keine Ziele, sondern bestenfalls Wunschvorstellungen.

Formulieren Sie Ihre Ziele konkret, in dem Sie festlegen, woran Sie objektiv merken, dass Ihr Ziel erreicht ist. Weiterhin ist wichtig, ein Ziel positiv, als Annäherungsziel zu formulieren. Wenn Sie einfach nur etwas vermeiden wollen, z.B. „Ich will weniger im Außendienst unterwegs sein“, dann fragen Sie sich, was Sie stattdessen erreichen wollen und formulieren Sie daraus ein positives und konkretes Ziel wie „Ich will 80 % meiner Arbeitszeit im Innendienst tätig sein.“

5. Unternehmen und Branchen kennen

Betrachten Sie Ihr Umfeld! Sogar viele Führungskräfte sind nur auf ihr eigenes Unternehmen konzentriert und kennen Wettbewerber im Detail recht wenig. Doch gerade das Know-how über das Wettbewerbsumfeld und das Fachwissen über andere Branchen bietet wichtige und zusätzliche Karrierechancen.

Neben den meist noch bekannten Umsatz- oder Mitarbeiterzahlen eines anderen Unternehmens zählen weitere Informationen, um eine solide Entscheidungsgrundlage für die eigene Karriere zu erlangen. Dazu gehören Angaben zur Produktpalette, zu Neuentwicklungen, Marktanteilen, Import- bzw. Exportaktivitäten bis hin zu Namen und Eigenschaften der führenden Persönlichkeiten.

6. Netzwerk und Kontakte nutzen

Wie sieht Ihr Beziehungsgeflecht aus? – Dabei geht es um beruflich einflussreiche sowie um Ihre persönlich engsten Kontakte. Fragen Sie sich jeweils, wie die Beziehungen zu Ihren Kontakten tatsächlich aussehen und wer Sie tatsächlich unterstützen könnte.

Durch das schriftliche Erfassen und Visualisieren erlangen Sie Klarheit über Ihr Beziehungsnetzwerk. Ihnen werden Persönlichkeiten einfallen, die bisher in Ihrem Hinterkopf verborgen waren. Gleichzeitig werden sich einige Personen als weniger effektiv erweisen, als Sie bisher unterstellt hatten. Dieser Überblick ist wichtig, um einzuschätzen, wer Sie bei der Suche nach einer neuen beruflichen Betätigung wirksam unterstützen kann.

7. Bewerbungsprozess trainieren

Ähnlich wie im Sport wird ein Erfolg im Bewerbungsprozedere nur gelingen, wenn Sie sich mental richtig vorbereitet haben, trainiert sind, gezielt mit Ihren Ressourcen umgehen und Wettkampfstärke beweisen. Die gute und richtige Vorbereitung macht dabei bereits 80 % des Erfolges aus. Deshalb ist es auch und gerade wichtig, in den Disziplinen eines Bewerbungsprozesses „fit“ zu sein und nichts dem Zufall zu überlassen.

Bereiten Sie sich vor auf Ihre persönliche Erfolgsbilanz, machen Sie eine systematische Anforderungsanalyse, trainieren Sie Ihre Selbstpräsentation und erstellen Sie erstklassige schriftliche Bewerbungsunterlagen. Gehen Sie vorbereitet in jedes Vorstellungsgespräch und in Gehaltsverhandlungen.

8. Umsetzung planen

Was, wann und wie? – Planen Sie das Projekt Ihrer beruflichen Neuorientierung konkret. Basierend auf den erarbeiteten Schritten wird nun festgelegt, was genau zu tun ist, das heißt Entscheidungen werden getroffen und ein fest umrissener Arbeitsplan wird aufgestellt: Was werden Sie tun? Wann werden Sie das tun? Auf welche Hindernisse könnten Sie stoßen und wie können Sie diesen begegnen? Welche Unterstützung wäre darüber hinaus sinnvoll? Wer kann Ihnen diese Unterstützung bieten? Was werden Sie wann tun, um die Unterstützung zu bekommen?

FAZIT: Der Schlüssel zum Erfolg

Die beschriebenen acht Wege aus dem Karrieretief machen deutlich, wie komplex die systematische Vorbereitung der beruflichen Neuausrichtung ist und welche zentrale Rolle das intensive Nachdenken über sich selbst dabei spielt.

Die einzelnen Schritte helfen dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und damit Komplexität zu reduzieren. Nach der Vorarbeit kennen Sie Ihre Fähigkeiten, Stärken und Präferenzen, Sie haben Klarheit darüber, was Ihnen wichtig ist und wie Ihre Ziele aussehen, Sie kennen den Markt und Personen, die Sie bei der Erlangung einer neuen Position um Unterstützung bitten können, Sie sind fit für Bewerbungsprozesse und verfügen über einen konkreten Maßnahmenplan, der regelmäßig überprüft wird und die Umsetzung Ihres Karriereprojektes sichert. Eine solche Vorgehensweise zielt nicht nur auf die Überwindung eines Karrieretiefs, sondern kann auch ein solches verhindern.

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