21. Februar 2013

Gute Dienste für andere

Kategorie: Allgemein, Chancen im Blick, Erfolg, Vertrieb, Werte

“Stellen Sie sich darauf ein, dass viele Dinge für Sie künftig leichter und unkomplizierter werden. Und genießen Sie die schönen Seiten des Lebens noch ein Stück mehr.”

Mit diesen Sätzen begrüßt ein Unternehmen seine Kunden. Unabhängig von Produkt und Branche, wird mit dieser Aussage deutlich:

Dem Unternehmen sind seine Kunden wichtig und das zeigt es auch. Das Unternehmen denkt vom Kunden aus. Es orientiert sich am Nutzen für andere. Es will anderen dienen.

Ein einfacher und ebenso wirksamer Grundsatz besagt, dass Erfolg und Glück sich einstellen, wenn man gute Dienste – also eine Leistung – für andere erbringt.

Diese Leistung kann darin bestehen, …

  • anderen zu helfen,
  • andere glücklich zu machen,
  • das Leben anderer zu erleichtern,
  • das Leben anderer sicherer zu machen oder
  • andere darin zu unterstützen, derjenige zu sein oder zu werden, der er gern sein möchte.

Nutzenorientierung ist keine Frage der Umstände, der Konjunktur, des Budgets oder der Branche. Es ist in erster Linie eine Frage der Einstellung und der Chancenorientierung.

Kontakt, Infos und Seminare von Christian Braun

Christian Braun ist Managementtrainer und Experte für Chancenkompetenz. Er zählt zu Deutschlands Wirtschaftsberatern und Business Coaches einer neuen Generation. Denn er kennt seit vielen Jahren die Realität als wirksame Führungskraft, als erfolgreicher Manager und als erfahrener Unternehmer.

2008 wurde er von einer namhaft besetzten Jury als Finalist im Wettbewerb um den Deutschen Unternehmerpreis ausgezeichnet.

Der Businessexperte weiß, wovon er spricht und er lebt das, was er anderen vermittelt, erfolgreich vor.

Telefon: 0221 / 29 78 07 62
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Kernthemen von Christian Braun:
Persönliche Chancenkompetenz, Selbstverantwortung, Erfolgsstrategien, Führung, Change Management, Verkaufskompetenz, Business Development.

© Christian Braun

29. Dezember 2012

Turbulenzen

Kategorie: Chancen im Blick, Erfolg, Werte, Ziele

Wenn du für ein Thema brennst, gib nicht auf!

Im Chinesischen setzt sich das Wort Krise aus zwei Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet Gefahr (Krise) und das andere Gelegenheit (Chance).

Als Unternehmer habe ich schon oft erlebt, wie nah Risiken und Chancen beieinanderliegen.

Dabei können Turbulenzen im beruflichen oder privaten Leben unterschiedliche Ursachen haben. Die Hauptursache sind Menschen und ihre Verhaltensweisen.

Die Fähigkeit, eine Krise zu bewältigen, kann man nur durch eine echte Krise oder einen tatsächlichen Rückschlag erwerben.

Denn diese Erfahrungen lassen Menschen reifen.

Dazu eine kleine Geschichte:

Es ist Anfang 2012. Ich bin auf einer USA-Reise und genieße die Zeit. Es ist eine Art kreative Pause, um Energie zu tanken. Viele neue Ideen entstehen.

Inmitten dieser Situation erreicht mich eine Nachricht aus Deutschland. Ein Geschäftspartner missbraucht das in ihn gesetzte Vertrauen, bricht Absprachen und schadet dem Geschäftsbetrieb. Das gemeinsame Projekt gerät daraufhin in eine gefährliche Schieflage. Es scheint, als könne das Unternehmen an dieser Entwicklung kaputtgehen.

Enttäuschung und Wut machen sich breit. Sie reduzieren für kurze Zeit meine Fähigkeit, über Lösungen nachzudenken. Ich hole tief Luft, entspanne mich und gehe auf Distanz zu der kritischen Situation. Aus einer Art Leuchtturmperspektive mache ich mir bewusst, dass ich seit vielen Jahren Lösungen für Herausforderungen entwickle. Ich weiß, dass ich es kann und stelle mir vor, als Berater zu dem Thema hinzugezogen worden zu sein.

In dieser Situation denke ich an den Plan B, den ich für vergleichbare Fälle entwickelt hatte. Von Miami aus telefoniere ich mit Vertrauenspersonen in Deutschland. Sie helfen mir, die Situation weiter zu analysieren, auch aus rechtlicher Sicht. Was sind die Fakten? Das Bild wird klarer. Ich spiele verschiedene Szenarien durch. Was kann schlimmstenfalls passieren? Welche Maßnahmen können (sofort) ergriffen werden, um die Situation in den Griff zu bekommen?

Dann mein Rückflug nach Deutschland. Es folgen weitere persönliche Gespräche – auch mit dem Geschäftspartner. Doch die gemeinsame Basis ist zerstört. Sein Handeln wird von Motiven geleitet, die nicht meine sind. Auch menschlich entsteht ein Bruch. Er ist endgültig.

Dann geht alles recht schnell. Ich treffe meine Entscheidung: Kontrollierte Notbremsung. Ich will den Geschäftspartner ausbremsen und damit weiteren Schaden vermeiden. Das ist meine Chance, um aus bereits geschaffenen Werten wieder etwas Neues ermöglichen zu können.

Trotz aller Risiken, die dieser Weg mit sich bringt, entscheide ich mich, ihn zu gehen. Eine unsichere Situation mit offenem Ausgang entsteht. Ich bereite mich auf weitere Turbulenzen und damit verbundene Kurskorrekturen vor.

In Bezug auf dieses Thema folgen schwere Monate. Trotz aller Schwierigkeiten behalte ich meine Zielvision fest im Blick und arbeite hart daran, sie Realität werden zu lassen, was nicht immer leicht fällt.

Durchhaltevermögen und Geduld sind gefragt. Aus vielen kleinen und großen Dingen auf diesem Weg schöpfe ich Energie, entwickle Ideen und gehe neue Wege. Die Perspektive wird schrittweise konkreter. Aus der Chance wird schließlich Realität.

Ende 2012 schließt sich der Kreis. Es ist geschafft. Die ursprüngliche Geschäftsidee lebt wieder auf in einem neuen Unternehmen. Das innovative Konzept wird weiterentwickelt. Ein neues Team hat sich eine gemeinsame Mission gegeben. Gleichgerichtete Werte prägen nun wieder das Handeln. Das Geschäft bekommt eine internationale Ausrichtung. Neue Chancen entstehen.

Ich bin zufrieden, fühle mich am Ziel. Und dabei ist es der Beginn einer neuen spannenden Reise …

Mein Fazit

Wenn du für ein Thema brennst, gib nicht auf! Nutze deine Chancen. Es gibt mehr als du denkst – immer. Konzentriere dich auf dein Ziel und auf deinen verfügbaren Handlungsspielraum. Sei auf Turbulenzen vorbereitet und nimm regelmäßig Kurskorrekturen vor. Du hast immer eine Alternative.

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Erfolgsstrategien, persönliche Chancenkompetenz, Führung, Selbstverantwortung, Change Management, Verkaufskompetenz, Business Development.

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28. August 2012

Neuer Weg versus alter Trott

Kategorie: Allgemein, Chancen im Blick, Werte

Wir Menschen sind selbst für unser Leben verantwortlich.

Unser Verhalten leitet sich von unseren eigenen Entscheidungen ab, nicht von den gegebenen Bedingungen.

Was wir aus bestimmten Situationen machen und wie wir entscheiden, liegt in unseren eigenen Händen.

Diese Einsicht kann manchmal bitter sein. Sie bietet jedoch auch eine Menge Chancen.

Viele Menschen beschweren sich Tag für Tag über Dinge, die sie selbst so gewollt und herbeigeführt haben oder, die sie zumindest zulassen.

Wenn Ihnen etwas nicht schmeckt, dann sollten Sie sich verändern. Raus aus dem “alten Trott”! Sagen Sie sich: “Ich trage die Verantwortung!”

Mehr dazu auch im Artikel “Selbstverantwortung” von Christian Braun.

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2. Mai 2011

Elf Geheimnisse des Führens

Kategorie: Allgemein, Bücher, Erfolg, Führung, Soziale Intelligenz, Werte

Wenn wir über Führung sprechen, dann geht es dabei um drei Dimensionen:

  • Lebensführung - wirkt auf die eigene Person, auf das Ich
  • Menschenführung - wirkt auf andere Menschen und auf die Kultur
  • Unternehmensführung - wirkt auf Ergebnisse, Produkte, Projekte und Dinge

In diesem Sinne funktioniert Führung aus der Mitte heraus, von innen nach außen, vom Ich zum Wir. Das heißt, Ein Mensch sollte zunächst in der Lage sein, das eigene Leben zu führen, bevor er andere Menschen oder gar ein Unternehmen führt.

Bei Führung geht es um das Leben von Werten. Darum, ob die Beiträge der Führungskraft konstruktiv oder destruktiv sind, ob sie Menschen nutzen oder schaden, ob sie wirksam sind oder unwirksam.

Das wahre “Geheimnis” von wirksamer Führung ist: Es gibt kein Geheimnis! Es gibt nur universelle Prinzipien, Wertesysteme und zeitlose Wahrheiten, die im Laufe unserer Geschichte immer wieder entdeckt und wiederentdeckt wurden.

Napoleon Hill (1883 bis 1970) erkannte elf Merkmale einer erfolgreichen Führungskraft. Diese Merkmale lassen sich auf alle drei genannten Dimensionen übertragen. Sie sind nicht neu, dennoch haben diese Merkmale auch heute noch eine große Bedeutung. Und trotzdem wird häufig gegen sie verstoßen. Die Folgen lassen sich in vielen Unternehmen sehr deutlich sehen.

“Elf Geheimnisse des Führens”

1. Unerschütterliches Selbstvertrauen
Es beruht auf objektiver Selbsteinschätzung und genauer Kenntnis des eigenen Berufes. Niemand lässt sich von jemandem führen, dem es an Selbstvertrauen und Mut mangelt.

2. Selbstbeherrschung
Wer nicht im Stande ist, sich selbst zu beherrschen, der kann auch nicht über andere “herrschen”. Selbstkontrolle und Selbstdisziplin flößen Vertrauen ein und fordern den klugen Untergebenen zur Nachahmung auf.

3. Gerechtigkeitssinn
Ohne ein ausgeprägtes Gefühl für Fairness und Gerechtigkeit kann sich kein Vorgesetzter die Achtung seiner Untergebenen verschaffen und bewahren.

4. Unbeirrbarkeit
Wer häufig an seinen Entscheidungen zweifelt, und immer wieder seine Meinung ändert, beweist, dass er seiner selbst nicht sicher ist und deshalb andere auch nicht zum Erfolg führen kann.

5. Überlegtes Vorgehen
Die erfolgreiche Führungskraft plant, bevor sie handelt, und handelt entsprechend ihren Plänen. Wer blindlings alles dem Zufall oder seiner ‘Intuition’ überlässt und ohne wohldurchdachte, feste Pläne handelt, ist wie ein Schiff ohne Ruder.

6. Die Gewohnheit, alle Erwartungen zu übertreffen
Die wirkliche Führungskraft fordert von sich selbst stets mehr als von anderen.

7. Zuverlässigkeit
Schlampige, nachlässige, vergessliche oder sonst wie unzuverlässige Menschen werden niemals erfolgreiche Führungskräfte sein, weil solche Eigenschaften es ihnen unmöglich machen, die Achtung derer zu erringen, denen sie Anweisungen erteilen.

8. Einfühlungsvermögen und Verständnis
Sehr wichtig ist die Fähigkeit, sich in seine Mitarbeiter hineinzuversetzen, also deren Standpunkt, deren Wünsche und deren Sorgen nachzuvollziehen. Ein guter Vorgesetzter muss immer Verständnis für seine Untergebenen und ihre Nöte zeigen.

9. Ein Auge fürs Detail
Wer als Führungskraft Erfolg haben will, muss auch die scheinbar unbedeutenden Details des Arbeitsprozesses beherrschen – und bemerken.

10. Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
Die erfolgreiche Führungskraft akzeptiert nicht nur – selbstverständlich – die Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen, sondern ist auch stets bereit, für die Fehler und Versäumnisse ihrer Untergebenen einzustehen. Für die mangelhaften Leistungen der Mitarbeiter ist der Vorgesetzte verantwortlich.

11. Fähigkeit der Zusammenarbeit
Die erfolgreiche Führungskraft muss die Fähigkeit der Zusammenarbeit beherrschen und pflegen. Das heißt, sie muss ihre Untergebenen zur Mitarbeit motivieren können, denn Führung beruht auf Macht, und Macht beruht auf tatkräftiger Unterstützung vonseiten des “Volkes”.

Napoleon Hill: Denke nach und werde reich. Die 13 Gesetze des Erfolgs. Ariston Verlag, 1966/2010.

Eine wirksame Führungskraft weist auch in der heutigen Zeit diese Merkmale auf und verfügt darüber hinaus über weitere Qualitäten, die ihre Wirksamkeit untermauern.

TIPP: Top Performance-Seminar von Christian Braun:
FÜHRUNGSKRAFT DER ZUKUNFT – Wie Sie als Führungskraft Höchstleistungen fördern
Nur noch wenige Termine in 2011 – in Frankfurt, Köln und Düsseldorf.

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24. Februar 2011

Mitarbeiterführung oft nicht vorbildlich

Kategorie: Allgemein, Erfolg, Führung, Management, Seminare, Werte

In der Praxis zeigt sich oft: Mitarbeiter verlassen nicht Unternehmen, sondern ihre jeweiligen Führungskräfte.

Diese Erfahrung bestätigt nun die aktuelle Dauerstudie „Krauthammer Observatory“, die jährlich auf Basis von Mitarbeiterbefragungen das Managementverhalten in europäischen Unternehmen evaluiert.

Das Portal “Perspektive Mittelstand” fasst die Ergebnisse der Studie zusammen. Hier einige ausgewählte Passagen aus dem Artikel:

(1) Die Führungskraft als Coach, der die Entwicklung seiner Mitarbeiter fördert und diese bei Problemen aktiv unterstützt – bei vielen Vorgesetzen werden Arbeitnehmer hier enttäuscht.

(2) Auch was Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit eigenen Fehlern angeht, kann von vorbildhafter Mitarbeiterführung vielfach keine Rede sein.

(3) Rund sechs von zehn befragten Arbeitnehmern sind für einen Stellenwechsel zumindest offen.

(4) Während sich 95 Prozent der Arbeitnehmer wünschen, dass ihre Vorgesetzten „aufgabenbezogene Probleme gemeinsam mit ihnen analysieren und ihnen helfen, sie mit anderen Augen zu sehen“, trifft dies aus Sicht der Arbeitnehmer lediglich bei 45 Prozent der Führungskräfte zu. Stattdessen legen viele Manager einfach ihre eigene Lösung respektive Analyse vor und erwarten, dass der Mitarbeiter diese übernimmt bzw. dieser ohne Widerrede zustimmt (34%) . „Manchmal werden Lösungen sogar diktiert oder gefordert“, so die Studienautoren.

(5) Auch in puncto werteorientierte Führungsarbeit, wie bspw. das Sicherstellen einer kollegialen, fairen Teamkultur, ist es vielerorten nicht weit her. … Die Folge: Gerade einmal vier von zehn befragten Arbeitnehmern (39%) sind fest entschlossen, in den kommenden zwölf Monaten dem eigenen Arbeitnehmer treu zu bleiben.

Als Experte zum Thema soziale Intelligenz kann Christian Braun eindrucksvoll aufzeigen, welch entscheidenden Einfluss Coachingkompetenz auf Ihre Führungsarbeit hat. Wie Sie als Führungskraft Höchstleistungen fördern erfahren Sie im Top Performance-Seminar von Christian Braun “Führen mit Coachingkompetenz“. Bereichern Sie Ihre Arbeit als Führungskraft und Unternehmer durch innovative Ansätze, die sofort umsetzbar sind.

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6. Januar 2011

Vorträge, Impulse, Emotionen 2011

Kategorie: Allgemein, Erfolg, Seminare, Soziale Intelligenz, Verantwortung, Verkauf, Werte, Ziele

Bereits im vergangenen Jahr konnte Christian Braun mit Vorträgen, Workshops und Präsentationen wertvolle Impulse setzen.

Das Programm für 2011 steht nun. Die Vorträge und Keynotes setzen nachhaltige Akzente zu folgenden Themen:

Führung, Verkauf, Werte, Erfolg und soziale Intelligenz (… mehr)

Hier finden Sie stets aktuelle Informationen zum Programm 2011.

In seinen Vorträgen, Keynotes und Impuls-Workshops steht Christian Braun für

… Leidenschaft, Energie und Hingabe
… Inhalte mit Praxisbezug
… Dialog und Interaktion mit den Zuhörern
… Mehrwert und “den ersten Schritt”

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?

Sprechen Sie uns an – direkt und unverbindlich:

Telefon: 0221 / 297 80 762
Telefax: 0221 / 297 80 869

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Besuchen Sie auch eines der Top Performance-Seminare von Christian Braun und profitieren Sie persönlich von seinem Wissen und seinen langjährigen praktischen Erfahrungen als Business Coach, Manager und Unternehmer.

25. Mai 2010

Kultur der Erfolgreichen – Führung braucht Werte

Kategorie: Allgemein, Führung, Management, Unternehmenskultur, Werte

Die Kultur eines Unternehmens drückt aus, welche Wertvorstellungen die Geschäftsleitung und die Führungskräfte haben und sie steht für die Art und Weise des Umgangs miteinander.

Deshalb wirkt die Kultur einer Organisation immer auf alle Bereiche. Jede Aktivität in einer Organisation wird durch die gelebte Kultur des Hauses gefärbt und beeinflusst.

Langfristig effektives Management und Unternehmenserfolg setzen eine bestimmte Kultur innerhalb der Organisation voraus. Das gilt auch und gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Aber was zeichnet erfolgreiche Unternehmen aus? Ein Blick hinter die Kulissen erfolgreicher Unternehmen bringt Antworten:

  • Prinzipien
  • Leistungsanspruch
  • Menschlichkeit
  • Vertrauen
  • Kooperation
  • Offenheit
  • Verantwortung

(1) Prinzipien – die Qualität des Handelns

Wirksames Management orientiert sich an Prinzipien. Ihre Einhaltung erfordert kein Talent, wie häufig fälschlicherweise angenommen. Was man braucht, um Grundsätze und Prinzipien einzuhalten, ist Einsicht und Disziplin – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Langfristig erfolgreiche Führungskräfte kennen die Prinzipien, die ihr Handeln prägen. Dazu gehört beispielsweise die konsequente Orientierung an Resultaten, also der Blick auf den Output einer Aktivität, die Konzentration auf Wichtiges und Wesentliches sowie die optimale Nutzung vorhandener Stärken.

Prinzipien regeln die Qualität der gesamten Aufgabenerfüllung einer Führungskraft. So ist ein prinzipienorientiertes Handeln die Basis für jeden langfristigen Erfolg.

(2) Leistungsanspruch – operative Exzellenz

Die Basis erfolgreicher Organisationen liegt bereits im betrieblichen Alltag. Professionalität in der Tagesarbeit ist Grundlage für nachhaltigen Erfolg.

Der eigene Anspruch, die Dinge jeden Tag aufs Neue bestmöglich tun zu wollen, die Dinge also richtig zu tun, eröffnet Potenziale zur Steigerung von Effizienz und Effektivität – jeden Tag. Der Schlüssel dazu liegt einzig und allein in der eigenen Einstellung und im eigenen Denken.

(3) Menschlichkeit – der Mensch im Unternehmen

Langfristig erfolgreiche Unternehmen vergessen nicht, dass zu einem florierenden Unternehmen vor allem die Leute gehören, die durch motivierte Arbeit den Erfolg eines Unternehmens sichern. Sie wissen, dass die Leistung eines jeden Einzelnen ausschlaggebend für den Erfolg und damit für den Gewinn des Unternehmens ist.

Zahlreiche Unternehmen setzen zur Bewältigung von Veränderungen nur bei Prozessen oder Rahmenbedingungen an. Dabei wird häufig übersehen, dass Gewinnerzielung und Markterfolg nachhaltig nicht ohne die Menschen im Unternehmen möglich sind und schon gar nicht gegen sie.

Effektive Führung stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtung. Denn Menschen sind es, die Visionen, Strategien, Ideen, Strukturen und Prozesse entwickeln. Der Mensch ist der treibende Erfolgsfaktor im Unternehmen. Eine gute Führungskraft verliert die eigenen Mitarbeiter deshalb zu keiner Zeit aus dem Blick, sondern er stützt und fördert ihre Entwicklung langfristig. So gibt der Unternehmer Wolfgang Grupp (Trigema), der nie einem Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt hat, eine Arbeitsplatzgarantie für die Kinder seiner Mitarbeiter.

(4) Vertrauen – der besondere Motivator

Vertrauen – und zwar wechselseitiges Vertrauen – führt automatisch auch zu Motivation. Die Erfahrung zeigt und Studien belegen, die größten Motivatoren für Menschen sind Menschen. Deshalb gilt oft: Mitarbeiter verlassen nicht Unternehmen, sondern oftmals ihre jeweiligen Führungskräfte. Erfolgreiche Organisationen nutzen diesen Zusammenhang zur Bindung ihrer Mitarbeiter und stärken damit ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Gefühltes Vertrauen setzt auch in Krisenzeiten enorme Kräfte frei. Es geht darum, zu wissen, dass sich Mitarbeiter im Ernstfall auf Ihren Vorgesetzten verlassen können und dass sich der Chef im Ernstfall auf seine Mitarbeiter verlassen kann. Der Umkehrschluss ist in der Praxis leicht erkennbar: Misstrauen verhindert Motivation und schwächt das Unternehmen.

(5) Kooperation – Stärken erkennen und bündeln

Der Mensch ist nicht allein auf der Welt. Daraus wachsen enorme Chancen, die erfolgreiche Unternehmen für sich nutzen. Andere Menschen bieten Potenziale, unterstützen die Selbstwahrnehmung, fördern Motivation und bieten die Chance auf Hilfe. Dadurch fördern andere Menschen die eigenen Erfolge und die eigene Entwicklung. Der erfolgreiche Informationsaustausch über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Xing & Co. spiegelt diesen Aspekt mehr denn je.

Die Bereitschaft zur Kooperation – intern wie extern – ist Maßstab und Kennzeichen für den Erfolg in Unternehmen. Die Einstellung, alles selber und alleine schaffen zu wollen, führt in die Isolation. Das gilt für Volkswirtschaften ebenso wie für einzelne Mitarbeiter in einem Unternehmen. Kooperation ermöglicht die Nutzung zusätzlicher Chancen, senkt die Kosten und mindert Risiken.

(6) Offenheit – konstruktiv offene Diskussionskultur

Erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich fast immer auch durch eine offene Kultur aus – in international ausgerichteten Organisationen auch als “Open Discussion Culture” bezeichnet. Sie ermöglicht es, Kritik offen zu äußern und Schwierigkeiten oder Konflikte unabhängig von Hierarchien konkret und sachlich anzusprechen und dadurch schnell zu lösen.

Grundsätzlich stärkt konstruktive Kritik jede Unternehmenskultur. Sie fördert die persönliche Entwicklung und bewirkt ein effektives und angenehmes Miteinander. Sie erhöht die Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Deshalb verbessert sie Arbeitsabläufe und stabilisiert Strukturen.

Es gilt das Motto: ‘Put the fish on the table’. Es ist wichtig, Schwierigkeiten und Probleme schnell auf den Tisch zu packen – solange ‘der Fisch noch frisch’ ist. Wenn er bereits angefangen hat zu stinken, und das tut der Fisch bekanntlich vom Kopf her, dann sind die Probleme oft schon sehr tief verankert.

Zu dieser Kultur gehört auch die Bereitschaft und die Fähigkeit des Managements, Mitarbeitern zuzuhören und deren Belange, Ideen und Probleme ernst zu nehmen. Ein geeignetes Instrument sind regelmäßige persönliche Gespräche ohne feste Agenda und über alle Hierarchieebenen hinweg.

(7) Verantwortung – auf allen Ebenen

Die Übernahme von Verantwortung ist keine Frage natürlicher Begabung. Es ist der persönliche Entschluss, für das, was man tut, wirklich einzustehen. Wer nicht zu seiner Verantwortung steht, ist keine Führungskraft und schon gar kein Unternehmer.

Immer wieder ist jedoch zu beobachten, dass außergewöhnliche Erfolge den Nährboden für die Entwicklung von Größenwahnsinn bilden. Die Überschätzung der eigenen Kräfte und das Ausblenden komplexer Wirkungszusammenhänge sind ein Zeichen für fehlendes Verantwortungsbewusstsein.

Die Wirtschaft ist voller Beispiele, in denen gut laufende und profitable Unternehmen irgendwann durch abenteuerliche Firmenübernahmen oder gewagte Finanzkonstruktionen an den Rand des Abgrunds geführt wurden.

INA Schaeffler wuchs innerhalb von zehn Jahren von 1,5 Milliarden Euro Umsatz (1998) auf 8,9 Milliarden Euro (2008). Das Unternehmen war dabei stets profitabel und galt als hervorragend geführte, solide Firma – bis zu dem großen Fehler im Jahre 2008, der Übernahme von Conti. Porsche, einst der profitabelste Autobauer der Welt, verlor seine Unabhängigkeit mit dem Versuch, VW zu übernehmen. Die Hypo Real Estate erwarb für mehr als fünf Milliarden Euro den Staatsfinanzierer Depfa – der große Fehler, der das Unternehmen in den Abgrund riss.

Die Bereitschaft in der Wirtschaft, echte Verantwortung zu übernehmen, schwangt all zu oft mit dem Kriterium, ob mit Entscheidungen eine persönliche Haftung verbunden ist.

Fazit

Unternehmenskultur ist keineswegs abstrakt. Sie ist vielfältig und wird immer von Menschen geschaffen. So prägen die Charaktermerkmale der Unternehmenslenker und der Führungskräfte in besonderem Maße auch den Erfolg der gesamten Organisation. Erfolgreiche Unternehmen nutzen gerade in schwierigen Zeiten, die Stärke und die Kraft, die aus ihrer Kultur erwächst.

© Christian Braun
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