8. Oktober 2014

Manager müssen heute anders führen

Kategorie: Allgemein, Führung, Führungskultur, Training

Selbstreflexion als Kernkompetenz von Führenden

Selbstreflexion gilt als Kernkompetenz von Führungskräften. Die Führung anderer Menschen oder einer Organisation beginnt bei der eigenen Person. Dem zugrunde liegt die Überzeugung, dass es notwendig ist, mehr Klarheit über sich selbst zu haben, um ein Team oder ein Unternehmen wirksamer führen zu können.

Es geht darum, über sich selbst nachzudenken, über das eigene Rollenverständnis, die persönlichen Werte und Grundüberzeugungen, über die eigene Haltung, die Kompetenzen und das konkrete Führungsverhalten im Alltag: Agiere ich wirklich (noch) im Sinne des Unternehmens, der Kunden und der Mitarbeiter?

Hin zu einer neuen Führungskultur

Die hohe Bedeutung der Selbstreflexion unterstreicht eine aktuelle Studie der “Initiative Neue Qualität der Arbeit”*. Fazit: Die Schere zwischen Führungsrealität und Anfordrungen an die Führung öffnet sich seit Jahren immer stärker.

Prof. Dr. Peter Kruse, redaktioneller Leiter der Untersuchung, sieht die Führungskultur in Deutschland vor einem “Paradigmenwechsel”. Demnach betrachtet eine zeitgemäße Führungskultur den Mitarbeiter nicht als bloße Arbeitskraft, sondern als “Dialogpartner mit Fähigkeiten, Potenzialen und Bedürfnissen”, so Andrea Nahles bei der Vorstellung der Studie.

Im Rahmen der Untersuchung wurden 400 Tiefeninterviews mit Führungskräften durchgeführt. Aus den Ergebnissen wurden Kernaussagen für “gute Führung” abgeleitet. Gefragt sind in Zukunft mehr Prozesskompetenz und Kooperationsfähigkeit, eine stärkere Organisation von Netzwerkstrukturen, mehr Wertschätzung in der Führung und die Förderung von Unterschiedlichkeit in Teams, die stärkere Vermittlung von Sinnzusammenhängen und die flexible Organisation in dezentralen Teams.

Anforderungen an Trainer und Coaches

Um den hohen Ansprüchen der Eigensteuerung und der Kooperation in der heutigen Arbeitswelt gerecht werden zu können, ist vielfach eine Änderung des bisherigen Führungsverhaltens erforderlich. Neue Verhaltensweisen lernen wir nur durch praktisches Training (nicht durch reines Lesen). Dies stellt auch besondere Anforderungen an Trainer und Coaches. Denn in der (Weiter-)Qualifizierung von Führungskräften sind heute passgenaue und individuelle Konzepte gefragt.

Ein Beispiel: Das Stuttgarter Beratungsunternehmen SYNK GROUP realisiert seit 2001 für namhafte Unternehmen individuelle Projekte in den Bereichen Leadership und Development. Über die SYNK Business School begleitetet das Unternehmen Forschungsarbeiten an der international anerkannten University of Gloucestershire, England. Damit wird sichergestellt, dass die neuesten Forschungsergebnisse zum Business Coaching, zu Changeprozessen sowie zu Leadership-Themen kontinuierlich in die Qualifizierungsprogramme integriert werden. Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt SYNK besondere Maßstäbe. Die mit dem Innovationspreis ausgezeichnete virtuelle Akademie SYNLIFE schafft in der Qualifizierung von Führungskräften eine Kombination aus Erkennen, Erleben und Erlernen. Mehr zur SYNK GROUP auf YouTube.

Christian Braun — Business Coach, Wirtschaftstrainer und Chancenexperte. mehr…

*Studie: “Führungskultur im Wandel”, Kulturstudie mit 400 Tiefeninterviews, Forum Gute Führung der Initiative Neue Qualität der Arbeit, 2014.

© Christian Braun